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Wie entstand Feng Shui?

Feng Shui fand seine Anwendung ursprünglich in der optimalen Ausrichtung von Grabstätten. Die Chinesen gingen davon aus, dass die exakte Positionierung der Gräber, sowie der genaue Zeitpunkt einer Bestattung Segen aus dem Geistigen Reich, für die gesamte Familie bringen würde.

Die Formenschule beschäftigte sich zunächst mit der Betrachtung und Beschaffenheit der Landschaft. Es galt Wasserläufe aufzufinden, günstige Berg und Hügelformen und deren Lage und Richtung zu bestimmen. Gutes und schlechtes Feng Shui wurde anhand dem visuellen Erscheinungsbild bewertet. Diese Bestimmungen erforderten ein tiefes Wissen um die Naturgesetze und bedurften viel Intuition.

Erst etwa ein Jahrhundert später entwickelte sich die Kompassschule, die sich detailliert mit mathematischen und astronomischen Berechnungen beschäftigte. Die Anordnung der acht Trigramme, die sich aus dem I Ging aufbauten, sowie die Theorie der fünf Elemente, das ausloten der Yang und Yin Polaritäten, als auch die Berechnungen der Luo Shu Zahlen, waren Bestandteil der Kompassschule. Bestimmt wurde die Eignung des Wohnortes anhand des Geburtsdatums, sowie den Elementen, die zur Zeit der Geburt herrschten.

Im späten 19. Jahrhundert verschmolzen diese beiden Schulen des Feng Shui und werden in der modernen Feng Shui Praxis gleichermaßen angewendet.
Gesine Wörner